Datenbank - Entwurf einer regionalen Sekundärrohstoffdatenbank
Mineralische Primärrohstoffe stellen die Grundlage der Bauwirtschaft dar. Übersichten zu den jährlich verbrauchten Mengen sind ebenso wie zu den Gewinnungsstandorten verfügbar. Im Rahmen der ressourcenschonenden Kreislaufwirtschaft wird jedoch der Einsatz von Sekundärrohstoffen in der Zukunft einen immer größeren Stellenwert einnehmen. Der Verbrauch von natürlichen Rohstoffen kann so gesenkt und Ressourcen geschont werden. Hierfür ist eine fundierte Wissensbasis erforderlich, um darauf aufbauend geeignete Verwertungsfelder auszuwählen und geeignete Produkte zu entwickeln. Die RENAT.BAU Datenbank soll eine GIS-basierte Datenbank für Rest- und Rohstoffe als Basis für das Bündnis RENAT.BAU erstellen.
Projektziele
- Öffentlich zugängliche Datenbank für Sekundärrohstoffe
- Ableitung von Umsetzungsprojekten mit Industriebeteiligung
- Basis für die Weiterentwicklung des Bündnisses
- Qualitative und quantitative Systematisierung regional verfügbarer Materialen

Ergebnisse
Aktuell befindet sich das Starterprojekt Datenbank des Bündnisses RENAT.BAU in der finalen Phase der Bearbeitung. Die GIS-basierte Datenbank wurde auf den RENAT.BAU Konferenzen 2023 und 2024 in Weimar öffentlich vorgestellt. Im Rahmen der Konferenzen kam es zu Gesprächen mit Industriepartnern aus bereits laufenden und abgeschlossenen Projekten und externen regionalen Unternehmen zu Art und Umfang der in die Datenbank aufzunehmenden Rest- und Rohstoffe. Ebenso wurde die Datenbank auf Treffen des Thüringer Materialverteilers im Rahmen von Veranstaltungen der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur GmbH (ThEGA) vorgestellt. Hier konnten Schnittmengen mit den dort vertretenen Interessengruppen gefunden werden.

Die Struktur der RENAT.BAU Datenbank lehnt sich an Darstellungen für Primärrohstoffe an und erweitert die klassische Methodik der Lagerstättenkunde um Sekundärrohstoffe aus dem Bauen und dem Abbruch sowie auf industrielle Reststoffe und Produktionsabfälle.
Die Datenbank enthält qualitative und quantitative Angaben zu Primär- und Sekundärrohstoffen, wie zum Beispiel:
- Menge
- Herkunft
- Physikalische, chemische und mineralogische Zusammensetzung
- Umwelttechnische Parameter mit Bezug zu LAGA Grenzwerten
Des Weiteren werden Verwertungswege und erste ökobilanzielle Betrachtungen zu Sekundärrohstoffen aufgezeigt. Factsheets zu Forschungsprojekten ermöglichen darüber hinaus Informationen zu neuen Entwicklungen, Prozessen und Ergebnissen bezüglich Materialuntersuchungen zu erhalten.
Verbundartner
IAB - Institut für Angewandte Bauforschung Weimar gemeinnützige GmbH
FIB - F. A. Finger-Institut für Baustoffkunde der Bauhaus-Universität Weimar