RECU - Nutzung einer Altablagerung von Kupferschlacke in der Bündnisregion als Rohstoffbasis für neue Betone
Das Mansfelder Land im südlichen Sachsen-Anhalt an der Grenze zu Thüringen, ist geprägt vom über Jahrhunderte andauerndem Kupferschieferabbau und der Weiterverarbeitung des Kupfers. Im Ergebnis dessen existiert eine Vielzahl von Kupferschlackehalden in der genannten Region, welche eine bisher weitgehend ungenutzte, sekundäre Rohstoffquelle für die hochwertige Baustoffproduktion darstellen. Beispielsweise weisen Kupferschlacken aufgrund ihrer chemisch-mineralogischen Zusammensetzung ein sehr hohes Potential als (partieller) Zementersatzstoff auf, vergleichbar mit dem in der Zementproduktion etablierten Hüttensand. Eine Nutzung der abgelagerten Kupferschlacken erfolgt bisher zumeist nicht oder nur als Gesteinskörnung im untergeordneten Wegebau. Ziel des Projektes ist daher, für eine konkrete Altablagerung von Kupferschlacke mit einem langfristigen Potential von bis zu 16 Millionen Tonnen die Voraussetzungen zu schaffen, um die baustofflichen, aber auch die metallischen Potentiale zu erschließen, zu gewinnen und diese großen Mengen an nutzbaren Materialien einer hochwertigen Verwertung zuzuführen.

Bild 1: Kupferschlackehalde
Projektziele
Das Verbundprojekt beinhaltet Untersuchungen mit folgenden Entwicklungsarbeiten:
- Automatisierung der radiologischen Kontrolle an Aufgabe-, Zwischen- und Endprodukten
- Errichtung eines Demonstrators zur Aufbereitung der Kupferschlacke mit den Zielen:
- Anreicherung von Schwermetall-Vorkonzentraten für eine weitere metallurgische Verwertung
- Gewinnung unbelasteter mineralischer Fraktionen zur hochwertigen baustofflichen Verwertung
- Entwicklung der spezifischen Möglichkeiten der metallurgischen Verwertung
- Untersuchungen zu Anwendungsmöglichkeiten und Nutzung in Baustoffprodukten

Bild 2: Aufbereitung der Kupferschlacke
Verbundpartner
Bauhaus-Universität Weimar, FIB - F. A. Finger-Institut für Baustoffkunde
Antons & Sohn Straßen- Tief- und Kanalbaugesellschaft mbH