Weimar im Zeichen der Baustoffforschung: RENAT.BAU-Partner auf der 22. ibausil
Vom 16. bis 18. September 2026 wurde Weimar zum internationalen Treffpunkt der Baustoffforschung. Die 22. Internationale Baustofftagung ibausil brachte 565 Teilnehmende aus Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis zusammen und bot Raum für den Austausch über aktuelle Entwicklungen, Forschungsergebnisse und innovative Ansätze für das Bauen von morgen.
Die vom F. A. Finger-Institut für Baustoffkunde (FIB) der Bauhaus-Universität Weimar ausgerichtete Tagung widmete sich mit mehr als 300 Vorträgen und Posterpräsentationen einem breiten Spektrum aktueller Fragestellungen – von anorganischen Bindemitteln, Beton und Betondauerhaftigkeit über Recycling bis hin zu Baustoffen für Wand, Decke und Boden sowie innovativen Start-ups.
Mit dabei waren auch die drei Partner, die seit 2021 gemeinsam die RENAT.BAU-Initiative koordinieren: das F. A. Finger-Institut für Baustoffkunde, das IAB – Institut für Angewandte Bauforschung Weimar und die Materialforschungs- und -prüfanstalt (MFPA) Weimar. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller drei Einrichtungen beteiligten sich mit Vorträgen und Postern an verschiedenen Themensessions und brachten ihre jeweiligen Forschungskompetenzen in den wissenschaftlichen Austausch ein.
Dabei wurden auch gemeinsame Forschungsprojekte und Themen sichtbar, die unmittelbar an die Ziele von RENAT.BAU anknüpfen: Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft, die Wieder- und Weiterverwendung mineralischer Baustoffe, innovative Materialien und Bauweisen sowie die Entwicklung nachhaltiger Lösungen für die Bauwirtschaft. Gerade die Verbindung unterschiedlicher wissenschaftlicher Kompetenzen ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, neue Ansätze entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Bauens zu entwickeln und in die Anwendung zu überführen.
Die ibausil machte damit zugleich sichtbar, was die Zusammenarbeit im RENAT.BAU-Bündnis seit mehreren Jahren prägt: die Vernetzung von Forschung, Wirtschaft und Praxis und der gemeinsame Blick auf die Transformation hin zu einem ressourcenschonenden und zirkulären Bauen.
Diese gewachsene Zusammenarbeit findet auch im Thüringer Innovationszentrum für die Zukunft des Bauens (ThIZ-BAU) ihre Fortsetzung. FIB, IAB und MFPA bündeln hier ihre Kompetenzen am Forschungsstandort Weimar – von der Grundlagenforschung über die anwendungsorientierte Forschung und Prüfung bis hin zum Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis.
Ein herzliches Dankeschön an das FIB und die Bauhaus Weiterbildungsakademie (WBA) für die Organisation der 22. ibausil sowie an alle Beteiligten für drei intensive Tage mit wissenschaftlichem Austausch, neuen Impulsen und wertvoller Vernetzung.